Ein praktischer Leitfaden für den Besuch des Château de Vincennes
Diese Seite bündelt die praktischen Aspekte eines Besuchs – den Weg hinein, die ungefähre Zeit, die man einplanen sollte, eine sinnvolle Reihenfolge für die Besichtigung des Donjon und der Sainte-Chapelle sowie die Dinge, die man leicht vergisst, bis man am Tor steht.
Verfügbarkeit prüfen & buchen ↗Anreise zum Gelände
Die schnellste Route aus dem Zentrum von Paris ist die Métro: Linie 1 fährt bis zu ihrer östlichen Endstation, Château de Vincennes, von der aus es nur ein kurzer Fußweg zum Schloss ist. Vom mittleren Streckenabschnitt der Linie gibt es keinen Umstieg. Die RER A hält ebenfalls am Bahnhof Vincennes – nützlich, wenn man eher aus den westlichen Vororten als aus dem Zentrum anreist. Besucher können nicht innerhalb des Schlosses parken (Ausnahme: Inhaber eines blauen Parkausweises), daher ist die Métro für die meisten die stressfreiere Option.
Wahl des Tages und der Uhrzeit
Vormittage sind ruhiger als Nachmittage; der Andrang nimmt ab dem späten Vormittag tendenziell zu, wer also kurz nach der Öffnung eintrifft, hat auf den engen Treppen des Donjon und in der Kapelle mehr Luft. Frühling und Frühherbst bringen mildes Wetter ohne den Sommerandrang; der Sommer ist am wärmsten, aber am vollsten, und der Winter ist am ruhigsten, mit kürzeren Öffnungszeiten. Ein Wochentag außerhalb der französischen Schulferien ist durchweg die ruhigste Kombination, und das Gelände ist an jedem Tag des Jahres geöffnet außer am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember.
Wie lange es tatsächlich dauert
Planen Sie für den Donjon und die Sainte-Chapelle zusammen etwa neunzig Minuten bis zwei Stunden ein; die im Eintritt enthaltene Tablet-Audiotour ist auf rund eineinhalb Stunden ausgelegt. Rechnen Sie zusätzlich Zeit ein, wenn Sie um den Wassergraben spazieren oder anschließend in den Bois de Vincennes weitergehen möchten.
Eine sinnvolle Reihenfolge für Ihren Besuch
Beginnen Sie mit dem Donjon, solange Ihre Beine noch frisch sind, denn der Aufstieg durch seine Etagen ist der körperlich anspruchsvollere Teil des Besuchs. Wechseln Sie anschließend zur Sainte-Chapelle de Vincennes, einem ruhigeren Halt, und bedenken Sie, dass die Kapelle gegen Mittag kurz schließt. Beenden Sie Ihren Rundgang im Freien: Ein Spaziergang entlang des Wassergrabens vermittelt ein besseres Gefühl für die Ausmaße der Festung als jeder Innenraum allein, und der Bois de Vincennes beginnt genau dort, wo die Mauern enden.
Im Inneren des Bergfrieds
Der Donjon führt über steinerne Wendeltreppen durch seine Etagen, vom Erdgeschoss mit seinen Brunnen hinauf durch den Ratssaal und das Gemach des Königs bis zu den schlichteren Etagen darüber. Die Treppen sind eng und abgetreten – gut zu wissen, falls jemand in Ihrer Gruppe Mühe mit engen, gewundenen Stufen hat.
Die Sainte-Chapelle de Vincennes
Dieser Flamboyant-gotische Kapellenbau liegt dem Bergfried über den Hof gegenüber und ist ein ruhigerer, besinnlicherer Halt als der Donjon. Seine erhaltenen Glasfenster, die sich um die Apsis konzentrieren, leuchten an einem hellen Tag am schönsten. Die Kapelle schließt gegen Mittag für eine kurze Pause, planen Sie den Besuch also für den Vormittag oder den Nachmittag.
Hinweise zur Barrierefreiheit
Ein Großteil des Besuchs findet draußen im Hof und auf dem Gelände statt, während der Donjon über Wendeltreppen erklommen wird. Das Château bietet angepasste Führungen und eine Tablet-Tour für Menschen mit eingeschränkter Mobilität an, und auf seiner eigenen Website sind die aktuellen Regelungen für Besucher mit Behinderungen aufgeführt – informieren Sie sich dort vor Ihrer Reise, falls dies Ihren Besuch betrifft.
Was Sie mitbringen sollten
Bequeme, flache Schuhe machen auf den abgetretenen Steinstufen des Bergfrieds und dem unebenen Boden des Hofes einen echten Unterschied. Taschen sind auf ein kleines Format beschränkt (es gibt keine Gepäckaufbewahrung, da das Château ein militärischer Standort ist), Speisen und Getränke sind nur im Essbereich im Hof des Bergfrieds erlaubt, und eine zusätzliche Lage Kleidung lohnt sich, da Teile des Bauwerks unbeheizt sind.